Sinnvoll geplant für den Erbfall

Wer über längere Zeiträume regelmäßig mit Edelmetallen vorsorgt, baut sich in der Regel einen stattlichen Bestand auf. Nimmt Gold einen großen Anteil von diesem Bestand ein, erreicht man schnell eine ziemlich hohe Wertdichte. Was passiert mit dem Vermögen im Nachlassfall? „Vererben und Verschenken“ beginnt an der Basis, mit dem Vermögenserhalt über Generationen hinweg. Dieser Prozess ist unter dem Begriff Testament bekannt. Nur geringe Anteile der Bevölkerung haben ein Testament. Beim Testament gibt es simple Regeln, die zu einer cleveren Vorsorge führen.

Wenn man rechtzeitig dafür sorgen möchte, dass die erwirtschafteten Vermögenswerte dort ankommen, wo sie ankommen sollen, ist ein Testament der geeignetste Weg. Fehlt dieses, tritt beim Tod eines Erblassers die gesetzliche Erbfolge in Kraft und dabei wird vom Gesetzgeber geregelt, wer wieviel des Erbes erhält. Möchte man da ein Wörtchen mitreden, kommt man um ein Testament also nicht herum.

Ein weit verbreiteter Irrtum besteht darin, dass die Wirksamkeit eines Testaments von einer notariellen Beglaubigung abhängig sei. Aus nachvollziehbaren Gründen, die mit Zeit oder auch Kosten zu tun haben können, wird der Notartermin dann gerne aufgeschoben. Doch auch ein eigenhändig ge- und unterschriebenes Testament, versehen mit Ort und Datum, erfüllt seinen Zweck vollumfänglich. Ein handschriftliches Testament ist damit sinnvoller als gar keins.

Die Schwierigkeiten ergeben sich beim Testament eher vorher. Es soll erst im Todesfall gefunden werden und dann auch nur von den „bedachten“ Verwandten. Es soll schließlich nicht an den Falschen geraten und als unerwünschtes Vermächtnis im Kamin enden. Die Lösung ist simpel. Zwei oder mehr gleichlautende Testamente an verschiedenen Orten platziert tragen Sorge dafür, dass dem letzten Willen auch Folge geleistet wird. Orte dafür gibt es reichlich. Ein eigener Tresor wäre zweckdienlich, solange es jemanden gibt, der die Kombination kennt. Ein Postfach oder ein privates Schließfach wären auch eine Möglichkeit. Ein Bankschließfach dagegen könnte problematisch werden. Im Todesfall unterliegt die Bank oft Prozeduren, die einige Zeit benötigen können, bis das Schließfach geöffnet werden darf. Zur Aufbewahrung eines Testaments eignen sich jedoch auch gute Freunde oder ein Notar.

Ein Todesfall ist eine traurige und meist stressige Situation für die Hinterbliebenen. Eine mögliche Erbschaft mit entsprechenden Vermögensaussichten kann die Nervosität der Hinterbliebenen anheizen. Wie sollen die Erben in dieser Situation zu Regelungen kommen, die gerecht, gewollt und vernünftig sind? Es macht Sinn, ein Testament als Gabe an die nächste Generation zu betrachten. Dementsprechend sollte man die Geschenkeverteilung regeln, das abschließende Geschenk, welches verteilt werden soll.

Am ungünstigsten läuft es meist für Erbengemeinschaften. Manche sind der Auffassung, dass das ungeklärte Weitergeben einer Erbschaft unter seinen Erben so richtig Streit und Ärger provoziert. Diese Notgemeinschaft sollte dann schon von Gesetzes wegen auf eine möglichst rasche Auflösung bedacht sein. Erbengemeinschaften sind übrigens diejenigen Erben, von denen man zu Lebzeiten preiswert schicke Jugendstilimmobilien unter Marktwert zwangsersteigern kann. Die Veräußerung von Vermögenswerten ist der einzige Weg für alle Beteiligten der Erbengemeinschaft, ihren fairen Anteil in Geld zu erhalten. Wer sein Vermögen nicht zwangsweise verramscht wissen möchte, sollte die Erbsituation vorher regeln, am besten sofort.

Bei der Unterscheidung zwischen Vermächtnissen und Testamenten kommen oft Fehler vor. In einem Vermächtnis können spezielle Zuwendungen an bestimmte Personen festgehalten werden. Da könnte zum Beispiel ein spezielles Andenken an einen besonderen Freund gehen oder es soll geregelt werden, dass die Hundehütte vor dem Bungalow an das ansässige Tierheim fällt. Es könnten Teile des Vermögens für gute Zwecke versteigert werden, die dann einem Kinderhilfswerk zugutekommen sollen. Solche Einzelfälle werden in einem Vermächtnis geregelt, das eigenhändig ge- und unterschrieben sein muss. Auch hier reicht das handschriftliche Willensbekenntnis ohne notarielles Zutun absolut aus.

Ein sehr großer Irrtum ist, dass der Gedanke an testamentarische Regelungen erst im Herbst des Lebens aufkommt. Der Tod gehört zum Leben und das Testament ist ein Lebensbegleiter auf dem Weg zur letzten Ruhe. Deswegen ist es für jede Lebensphase und jedes Lebensalter sinnvoll, ein Testament zu machen, welches natürlich von Zeit zu Zeit der aktuellen Situation angepasst werden sollte. Vor allem wenn Scheidungen vorkommen und Stiefkinder vorhanden sind, sind klare Regelungen außerordentlich notwendig. Es gibt Fälle, in denen durch ungünstige Todesreihenfolgen, Vermögenswerte an den Staat fielen und z. B. Stiefkinder außen vor blieben.

Wer sich auf die Pflichtteilsrechte im Erbfall verlässt, der muss wissen, dass es sich dabei nur um gesetzliche Mindestrechte handelt. Eine Enterbung betrifft niemals das Pflichtteilsrecht. Der Laie denkt außerdem, dass die Pflichtteilsansprüche einfach zu ermitteln seien. Doch das ist ein Irrtum, denn nur Experten sind in der Lage, die Ansprüche komplett richtig zu ermitteln. Das hängt unter anderem mit Schenkungen zusammen, die bis zu 10 Jahre rückliegend einzubeziehen sind.

Eheleute sollten immer ein gemeinsames Testament verfassen. Nur sie dürfen überhaupt das Testament gemeinsam aufsetzen. Ein solches Testament schützt später vor einseitigen Änderungen. In der Regel haben Eheleute getrennte Vermögen. Wenn einer stirbt, ist das Vermögen des anderen nicht betroffen, weswegen die Vermögenswerte praktisch unter den Eheleuten verteilt werden sollten. Auch das gehört zu einer ganzheitlichen Finanzplanung, die den Erhalt der Vermögenswerte im Todesfall berücksichtigt.

Die Erbschaftssteuer sollte ebenfalls im Blick bleiben. Bei testamentarischen Regelungen gilt, dass man sich niemals nur aus erbschaftssteuerrechtlichen Vorteilswünschen zu Schritten hinreißen lassen sollte, die man sonst nicht getan hätte. Manche Steuersparkonstruktionen sind unflexibel und können ein Leben lang nicht mehr zurückgenommen werden, während sich längst ganz andere Lebensumstände eingestellt haben könnten. Wer an Steuerersparnisse denkt, der sollte bei Erbschaften wie auch bei Schenkungen immer die Kinder einbeziehen. Dabei sollten Kinder nach dem Erstversterbenden niemals leer ausgehen. Zusätzlich haben auch die Enkel bereits hohe Freibeträge, die man berücksichtigen kann.

Da niemand sein Todesdatum vorab kennt, kann es kompliziert sein, einen Bedarf zu ermitteln. Es ist keineswegs so, dass immer erst der Ältere stirbt oder der Mann vor der Frau. Auch bei Kindern könnte der Jüngere vor dem Älteren verunglücken. Deswegen kann es sich als fataler Fehler herausstellen, wenn der Letztversterbende durch testamentarische Regeln zu sehr eingeschränkt wird. Das trifft besonders auf Eheleute zu. Stattdessen sollten Anpassungsmöglichkeiten durch übertragene Verantwortung explizit ermöglicht werden. Dies gilt insbesondere für das beliebte sogenannte „Berliner Testament“.

Wer rechtzeitig und zielgerichtet vorsorgt, hinterlässt geordnete Verhältnisse. Der Vermögensaufbau und die Vermögenssicherung sind dann auch für die nächsten Generationen gesichert. Edelmetalle gehören dabei immer dazu. Eine sinnvolle Vorsorge sollte ebenfalls darin bestehen, Geldwerte schnellstmöglich in Sachwerte einzutauschen. Dabei spielen Edelmetalle ebenfalls eine große Rolle, denn sie sind wertbeständig und im Gegensatz zu z. B. Immobilien auch zu geringeren, wiederkehrenden Geldbeträgen erhältlich. Edelmetalle könnten in physischer Form sogar im eigenen Haushalt werden, soweit ein Tresor vorhanden ist. Ansonsten empfiehlt sich die Verwahrung in einem Zollfreilager. Denn auch dort kann man jederzeit nach Absprache vorbeikommen und sich seine Edelmetalle aushändigen lassen.

Längst ist es im Bewusstsein der Menschen angekommen, dass es sinnvoll ist, ein Edelmetallportfolio aufzubauen und zu streuen.

Die SWM AG aus Liechtenstein bietet die physischen Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium zu Bestpreisen an. Die Barren sind zertifiziert, so dass an der Echtheit kein Zweifel bestehen kann. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Das Wichtigste ist aber, dass diese Edelmetalle in physischer Form vorliegen. Die Barren werden in einem Zollfreilager in der Schweiz, außerhalb der EU gelagert. Dadurch erhält der Edelmetallkäufer einen Vorteil aufgrund eingesparter Mehrwertsteuer bei Silber, Platin und Palladium. Sinnvoller geht es nicht.

Bildrechte: Fotolia, Urheber: Butch, ID: #118805096

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: