Papiergold schützt nicht wie physisches Gold

Der Aktienmarkt boomt ohne Unterlass. Das Szenario erinnert an die Zeiten, als die Technologieblase sich immer weiter aufblähte und dann schließlich kollabierte. Experten warnen davor, dass eine gewaltige Korrektur zu erwarten ist. Es soll ein Crash am Aktienmarkt unmittelbar bevorstehen, wie ihn die Geschichte noch nicht gesehen hat.

Es ist eine schwierige Entscheidung. Was ist besser? Ist es ratsam, sich jetzt in einen sicheren Hafen zu begeben? Oder kostet es Geld, wenn man am Aktienmarkt nicht dabei ist? Das Problem ist, dass niemand verlässliche Aussagen darüber treffen kann, wann dieser Anstieg der Kurse vorbei sein kann. Wenn man dabei ist und den Moment für einen rechtzeitigen Ausstieg verpasst, kann das sehr tragisch enden. Sobald jeder beginnt zu verkaufen, stürzen die Kurse ins Bodenlose und dann werden gewaltige Vermögen vernichtet.

Edelmetalle garantierten bisher immer Sicherheit. Deshalb engagieren sich Anleger zum Beispiel in Gold-Wertpapieren, mit dem Ziel, einer höheren Sicherheit als bei anderen Papieren. Zu den Gold-Wertpapieren zählen Goldminenaktien, Exchange Traded Funds (ETF), Exchange Traded Commodities (ETC), Exchange Traded Notes (ETN), an den Goldpreis gekoppelte Zertifikate sowie auch Fondsanteilscheine. Der Investor kauft einen Anteil an einem Fonds oder ein festverzinsliches Wertpapier. Dieses Papier ist dann an den Goldkurs gekoppelt bzw. bildet diesen ab. Vorteilhaft sind die leichte Handelbarkeit über eine Börse, transparente Preise und die einfache Abwicklung über ein Depot.

Auf der anderen Seite gibt es auch einige Nachteile. Diese Wertpapiere sind Geldwerte. Sie verbriefen lediglich Rechte und sind kein substanzieller Besitz. Darüber hinaus sind diese Wertpapiere für den sicherheitsliebenden Privatanleger aufgrund ihrer starken Schwankungen nicht sehr gut geeignet. Investmentfonds und auch börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds) dürfen von Gesetzes wegen nur maximal zu 30% in physisches Gold investieren, um für den öffentlichen Vertrieb zugelassen zu werden. Das gilt für Exchange Traded Commodities (ETC) zwar nicht, jedoch handelt es sich bei diesen Papieren nur um Zertifikate, die schuldrechtliche Ansprüche verbriefen. Wird das emittierende Unternehmen eines Zertifikates zahlungsunfähig, kann das zu einem Totalverlust für den Investor führen. Zertifikate und ETC sind rechtlich betrachtet Schuldverschreibungen eines Anbieters. Diese können teilweise mit Gold gedeckt werden. Dann hätte der Anleger im Falle einer Insolvenz des Anbieters einen Anspruch auf Gold, jedoch nur im Rahmen eines Insolvenzverfahrens als Teil der Insolvenzmasse. Die Durchsetzung von Ansprüchen würde sich daher als schwierig oder sogar unmöglich erweisen. Es gibt auch keine Einlagensicherungsprogramme deutscher oder internationaler Banken für die Sicherung von Ansprüchen aus Wertpapieren.

Es existiert auch eine steuerliche Komponente. Wertpapiere unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer. Dadurch müssen Veräußerungsgewinne oder Erträge entsprechend versteuert werden. Physisches Gold unterliegt nicht der Abgeltungssteuer. Erträge aus physischem Gold sind Kursgewinne und diese sind nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Bei einem Verkauf innerhalb eines Zeitraums von unter einem Jahr nach Kauf erzielte Kursgewinne müssen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden. Da ein Goldinvestment immer eine langfristige Angelegenheit darstellen sollte, stellt die Steuer somit keinen Nachteil dar. Ein langfristiges Investment in physisches Gold ist somit ein gutes Argument für einen langfristig denkenden und eher sicherheitsliebenden Anleger.

Berater und Finanzinstitute empfehlen ihren Kunden oft den Kauf von Aktien von Goldminenunternehmen oder entsprechenden Fonds. Die Kurse dieser Wertpapiere entwickeln sich in der Regel in die gleiche Richtung wie der Goldpreis, allerdings mit stärkerem Ausschlag. Man bezeichnet so etwas als ein “gehebeltes” Investment. Die Erträge von Goldminenbetreibern steigen mit ansteigendem Goldpreis, während die Förderkosten meist gleich hoch bleiben. Der Gewinn der Unternehmen steigt dann überproportional im Vergleich zum Goldkurs, was die Begründung für den hohen Anstieg ist. Jedoch erfolgt das auf die gleiche Weise in die Gegenrichtung, wenn der Goldkurs sinkt. Denn dann sinkt der Gewinn des Unternehmens ebenfalls überproportional und das Unternehmen könnte sogar in die Verlustzone rutschen. Da Gold ein kein unbegrenzter Rohstoff ist, steigen die Förderkosten tendenziell immer weiter an, da es immer schwieriger wird, neue Goldvorkommen zu finden. Goldminenunternehmen können somit auch Pleite gehen. Der Preis von physischem Gold kann zwar sinken, Gold wird aber stets seinen Substanzwert behalten. Physisches Gold kann nicht Pleite gehen. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass auch Goldminenaktien bei einem Crash der Börse in Mitleidenschaft geraten. Goldminenaktien sind somit genauso unsicher wie andere Aktien auch.

Ein Investment in Papiere von Goldminenbetreibern ist daher nur für die Investoren geeignet, die sich der Risiken bewusst sind und diese in Kauf nehmen. Solche Wertpapiere haben keinerlei Gemeinsamkeiten mit einer Anlage in physisches Gold und sind auch keine Alternative.

Die SWM AG aus Liechtenstein bietet die physischen Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium zu Bestpreisen an. Die Barren sind zertifiziert, so dass an der Echtheit kein Zweifel bestehen kann. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Das Wichtigste ist aber, dass diese Edelmetalle in physischer Form vorliegen. Die Barren werden in einem Zollfreilager in der Schweiz, außerhalb der EU gelagert. Dadurch erhält der Edelmetallkäufer einen Vorteil aufgrund eingesparter Mehrwertsteuer bei Silber, Platin und Palladium. Sinnvoller geht es nicht.

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